Vortragsabstract

Livestream am 24. Juni 2026

Die obstruktive Schlafapnoe führt oft zu den Symptomen eines nicht erholsamen Schlafes. Viele Betroffene berichten über Tagesschläfrigkeit, aber inzwischen ist bekannt, dass auch Ein- und Durchschlafstörungen das erste Symptom einer obstruktiven Schlafapnoe sein können. Etwa ein Drittel derjenigen, die sich mit einer Insomie beim Arzt vorstellen, haben als Ursache nächtliche Atmungsstörungen, und etwa 30-50 % derjenigen mit nächtlichen Atmungsstörungen leiden auch an einer Insomnie. Diese Zusammenhänge sind in den letzten Jahren genauer erforscht worden. Die Schlaflosigkeit ist nicht nur unangenehm, sondern stellt auch einen zusätzlich Risikofaktor für die Entwicklung von Herzkreislauferkrankungen dar. Daher ist eine genaue Kenntnis der Zusammenhänge zwischen der obstruktiven Schlafapnoe und der Insomnie wichtig, damit die richtigen diagnostischen und therapeutischen Schritte eingeleitet werden können.


Dr. med. Holger Hein

Ein Kurzportrait

Holger Hein studierte von 1976-1982 Medizin an der Universität Hamburg und in London. Die erste Assistenzarztstelle führte ihn an eins der ersten Zentren der Schlafmedizin in Deutschland, nach Marburg an die Arbeitsgruppe von Prof. Jörg Hermann Peter. Am Krankenhaus Großhansdorf baute er ein Schlaflabor und ein schlafmedizinisches Zentrum auf. Weitere Stationen der Ausbildung waren die Erlangung als Arzt für Innere Medizin 1991, das Teilgebiet Lungen- und Bronchialheilkunde 1993, die Zusatzbezeichnung Allergologie 1994, der Qualitätsnachweis Somnologie (DGSM) 1997,  die fakultative Weiterbildung spezielle internistische Intensivmedizin 2000, der Zusatzbezeichnung Schlafmedizin (Ärztekammer Schleswig-Holstein) 2006, und die Prüfung zum  Somnologist – Expert in Sleep Medicine (European Sleep Research Society) 2012.   Ab 2006 Tätigkeit in eigener Praxis sowie mit einem Schlaflabor, um die Schlafmedizin in der ganzen Breite vertreten zu können. Er ist Mitglied der europäischen Arbeitsgruppe ESADA, einem Zusammenschluss von 42 überwiegend universitären schlafmedizinen Forschungseinrichtungen.

1997-1999 war er Stellvertretender Sprecher und ab 2000 Sprecher der Sektion Nächtliche Atmungs- und Kreislaufstörungen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie. 

Er ist Gründungsmitglied der AG Heimbeatmung und Respiratorentwöhnung und war Kongreßpräsident 1998, sowie im Vorstand von 2001-2005. 2006 wurde er Vorsitzender der Norddeutschen Vereinigung für Schlafmedizin und leitet diese bis heute. Er war Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheit und Schlaf 2013-2021. Seit der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin ist er in dieser aktiv tätig, als Regionalleiter Nord, als Mitglied des wissenschaftliche Komitees von 2014-2018, bei der Akkreditierung vieler Schlaflabore, als Ausrichter und Präsident der Jahreskongresse 2001 und 2019, sowie als einer der CME Editoren der Zeitschrift Somnologie. Seit 2021 ist er einer der Associate Editors der Zeitschrift Sleep and Breathing, und seit 2022 gibt er zusammen mit Michael Feld die Zeitschrift Schlafmedizin heraus.

Er ist Mitglied folgender wissenschaftlicher Gesellschaften:

  • American Academy of Sleep Medicine
  • Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
  • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie
  • Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin
  • European Sleep Research Society
  • Gesellschaft für Lungen- und Atmungsforschung, Bochum
  • Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung
  • Norddeutsche Gesellschaft für Pneumologie
  • Norddeutsche Vereinigung für Schlafmedizin 
  • Cloud Appreciation Society