Dieses AG-Netzwerk setzt sich aus den folgenden AGs zusammen:

  • AG Alertness & Vigilance

Diese Arbeitsgruppe hat sich auf der 22. DGSM Jahrestagung 2014 in Köln aus dem Zusammenschluß der bisherigen Arbeitsgruppen "Alertness Management" und "Vigilanz" konstituiert.

Zum einen befasst sich die AG mit der Auswirkung von Schlaf und Müdigkeit auf die Verkehrssicherheit. Im Fokus stehen dabei präventive Maßnahmen, die unter dem Begriff "Alertness Management" zusammengefasst werden.

Ziel ist es dabei, Schlafmediziner, Werksärzte, Verkehrsexperten und Betriebe zusammenzubringen, um Alertness Management möglichst vielen Fahrzeugführern und Unternehmen zu gute kommen zu lassen.

Zum anderen beschäftigt sich die AG im Bereich "Vigilanz" auf verschiedenen Ebenen mit den Symptomen Schläfrigkeit und Müdigkeit am Tage, welche ein gemeinsames, häufiges und prominentes Merkmal vieler Schlafstörungen unterschiedlicher Genese darstellen.

Wissenschaftliche diagnostische Methoden zu den Symptomen Schläfrigkeit und Müdigkeit werden entwickelt, normiert oder evaluiert. Empfehlungen für ein Evidenz-basiertes Vorgehen bei der Diagnostik von Schläfrigkeit werden derzeit erarbeitet. Die Auswirkungen der Tagesschläfrigkeit auf allgemeine und spezielle Leistungsaspekte werden erforscht. Schlafstörungen mit dem Symptom Tagesschläfrigkeit können die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr einschränken. Wissenschaftliche Studien konnten nachweisen, daß Patienten mit Schlafstörungen ein höheres Unfallrisiko im Straßenverkehr aufweisen. Das Leistungsvermögen am Arbeitsplatz kann reduziert sein. Bei bestimmten Schlafstörungen kann in Einzelfällen eine Berufsunfähigkeit vorliegen, da durch die Schläfrigkeit am Arbeitsplatz eine potentielle Eigen- oder Fremdgefährdung auftritt. Unbehandelte Schlafstörungen mit erhöhter Tagesschläfrigkeit führen zu vermehrten Ausfällen am Arbeitsplatz und zu einer Mehrbelastung der Sozialkassen.

Die Arbeitsgruppe steht in Kooperation zu Fachgesellschaften, Verbänden und Arbeitsgruppen, welche sich ebenfalls mit dem Symptom Schläfrigkeit, dessen Erfassung und Auswirkungen beschäftigen. Weiterhin wird die Öffentlichkeit für die Auswirkungen der Schläfrigkeit auf individuelle oder gesellschaftliche Zusammenhänge sensibilisiert.

AG-Sprecher

Prof. Dr. Antje Büttner-Teleaga
Am Schützenplatz 10, 35039 Marburg
E-mail: antja18b@yahoo.com
Telefon: 0176-23249826

Stellvertretender Sprecher:

Dr. Daniel Aeschbach
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin / Abteilung für Schlaf und Humanfaktoren
Linder Höhe, 51147 Köln
Telefon: 02203-601 3058
Fax: 02203-696372
E-mail: Daniel.Aeschbach@dlr.de
Internet: www.dlr.de


 

  • AG Chronobiologie

Die Arbeitsgruppe "Chronobiologie" befaßt sich mit Ergebnissen der Forschung zu den "biologischen Rhythmen" des Organismus. Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen sind ein besonderer Schwerpunkt dieser Arbeitsgruppe. Aber auch Schichtarbeit, Jet-Lag und Unfälle wurden thematisiert und die Ergebnisse publiziert.

Die Arbeitsgruppe Chronobiologie wird sich in den kommenden Jahren verstärkt mit klinischer Chronobiologie beschäftigen. Während Chronobiologie vor 20 bis 30 Jahren ein wichtiges Thema in der Medizin und insbesondere in der Psychiatrie zu werden schien, ist in den vergangenen Jahren aufgrund von fehlenden diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Stellenwert der Chronobiologie im medizinischen Alltag stark gesunken. Eine Flut von Grundlagenerkenntnissen zu den molekularen Mechanismen von circadianen Rhythmen, die Identifikation und Beschreibung eines nonvisuellen Fotorezeptors zur Messung von Tageszeit und -länge sowie viele kürzliche Arbeiten aus Tier- und Humanexperimenten werden die Situation mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren grundlegend ändern.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, gemeinsame Projekte zu folgenden Bereichen zu initiieren: Alltagsmessungen der Funktionalität des circadianen System; exakte Diagnose mit Quantifizierbarkeit circadianer Rhythmusstörungen; Definition von Therapieempfehlungen zu circadianen Rhythmusstörungen und Quantifizierung von deren Erfolg.

AG-Sprecher

Prof. (TH Nürnberg) Dr. med. Kneginja Richter
Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
PMU Nürnberg
Prof.-Nathan-Ernst-Str. 1
90419 Nürnberg
Tel.: 0911-3987427
Fax: 0911-3983224
E-Mail: Kneginja.Richter@gmx.de

Prof. Dr.rer.nat Andrea Rodenbeck
Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende
Abtl. für Pneumologie, Beatmungsmedizin und Schlaflabor
An der Lutter 24
37075 Göttingen
 Tel. 0170 543 1441
E-Mail: arodenb@gwdg.de