Der Vorstand der DGSM hat eine neue Kommission "Hilfsmittel" ins Leben gerufen. Hintergrund ist das Bestreben einiger Krankenkassen, die Hilfsmittelversorgung in Deutschland im Rahmen von Ausschreibungsverfahren neu aufzustellen.
Das führte bereits in den Ansätzen zu Missständen, unter denen nicht nur die Betroffenen, sondern auch die praktisch tätigen Schlafmediziner leiden.

Einige Mitglieder der DGSM überprüfen derzeit die Vergleichbarkeit verschiedener Systeme im Modell. Dabei zeigen die ersten Ergebnisse, dass die verschiedenen Beatmungsgeräte und Beatmungs-Modi nicht vergleichbar und daher auch nicht einfach austauschbar oder ersetzbar sind.

Im Schlaflabor wird der Beatmungsdruck, der Beatmungsmodus und die Compliance individuell mit einem bestimmten Gerät ermittelt. Für diese Therapieeinstellung übernimmt der Arzt die Verantwortung und entlässt den Patienten in die häusliche nächtliche Therapie. Diese, auch im internationalen Vergleich, gute Qualität der Versorgung von Patienten mit SBAS in Deutschland ist zu erhalten. Für neue Versorgungsmodelle sind die Schlafmediziner durchaus aufgeschlossen, doch muss dabei eine individuelle, zeitnahe und qualitativ hochwertige Versorgung unserer Patienten gewährleistet bleiben. Dies scheint mit den neuen Versorgungsansätzen nicht der Fall, wie uns erste Beschwerden und Anfragen von Ärzten und betroffenen Patienten zeigen.

Die neue Kommission wird sich den Entwicklungen auf diesem Gebiet stellen und die wissenschaftliche Evidenz für unser Handeln analysieren. Somit kann die Fachgesellschaft in einen fruchtbaren Dialog mit den Kassen, der Politik und den Providern treten, um hier Fehlentwicklungen konstruktiv entgegenzuwirken.

Leitung:

Dr. med. Holger Hein
St. Adolf-Stift
Schlaflabor Dr. Hein
Hamburger Str. 41
21465 Reinbek

Telefon: 040-7228393 u. -78104771
Fax: 040-7228466 u. -78104772
E-Mail: info@dr-holger-hein.de